Stiftung
Stiftung

Güldenholm Stiftung

Güldenholm   24881 Nübel   Tel.: 04621|53579   Fax: 04621|53621
E-Mail: stiftung@hessgueldenholm.de & w.bischoff@hc-akademie.com

Vorstand:
Wolfgang Bischoff (04102 / 78930) und Jürgen Hess (04621 / 53579)

Stiftung

Wohin wir wollen

Wir leben in einer Zeit extremer Gegensätze, einer Zeit, in der Reichtum nicht immer zum Segen für die Menschen wird, und in der neben großer Armut unvorstellbare Verschwendung möglich ist. Wir müssen immer mehr erkennen, dass quantitatives Wachstum die Probleme der Menschheit allein nicht lösen kann, sondern dass es hierfür qualitativer Entwicklungssprünge bedarf. Entwicklungen, die nicht einfach planbar und machbar sind, und sich nur ereignen können, wenn sie sich im Bewusstsein vieler einzelner Menschen vorbilden.

Die Güldenholm Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Beitrag zu dieser Bewusstseinsbildung zu leisten.

»Die Güldenholm Stiftung will das Lebendige,
Spirituelle und Menschliche schützen und fördern.«

Die Philosophie der Güldenholm Stiftung beinhaltet sowohl die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, als auch der zwischenmenschlichen Beziehungen und dem verantwortlichen Handeln in der Welt. Bei allem, was wir tun, gehen wir von der grundlegenden Menschenweisheit aus, dass keine Welterforschung ohne Selbsterforschung, keine Welterkenntnis ohne Selbsterkenntnis und keine Akzeptanz des Anderen ohne Selbstakzeptanz möglich ist.

Wem es gelingt, sich selbst mit allen seinen Stärken und Schwächen zu akzeptieren, wird auch die anderen so akzeptieren, wie sie sind, und Begegnungen in Achtung vor der Freiheit des Anderen ermöglichen.

Wer sein Leben vom Haben bestimmen lässt, orientiert nicht nur sein alltägliches Leben, sondern auch seine Existenz und seinen Lebenssinn an dem, was er hat, was er nicht hat oder was er haben möchte. Erst das Hinterfragen dieser Lebenswerte und das Besinnen auf das eigentliche Menschsein ermöglicht ein tieferes Verständnis und eine qualitative Bereicherung des Lebens.

Diese Orientierung am Sein gibt die Kraft, das Leben lebendig werden zu lassen, es schöpferisch und verantwortlich gestalten zu können und aus eigener, freier Entscheidung, die individuellen Fähigkeiten der Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen.

Es ist an der Zeit innezuhalten und sich des Menschlichen dort bewusst zu werden, wo wir es verlernt haben zu suchen - in uns selbst. Wer den Mut aufbringt, sich seiner eigenen Liebeskraft bewusst zu werden, mehr zu geben als zu nehmen, und Anderen seine Kraft selbstlos zur Verfügung zu stellen, wird qualitative Entwicklungsschritte durchlaufen, welche ihm die spirituelle Dimension seines Lebens eröffnen können.

Diese hilft ihm, das Lebendige in allem sehen, hören, riechen, schmecken und tasten zu lernen und einen Kontakt zu der Kraft zu entwickeln, die alle Materie zum Leben erweckt.

Was wir fördern

Die Güldenholm Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, Aktivitäten in zwei Bereichen zu fördern:

Menschenweisheitsgut aus den unterschiedlichen
geistigen Strömungen dieser Welt zu sammeln,
zu studieren und weiterzuvermitteln.

Menschenweisheitswissen ist in den unterschiedlichsten Kulturen und unterschiedlichsten Formen lebendig geblieben. Auf der ganzen Welt gibt es seit Jahrtausenden Menschen, die ihr Leben der Erkundung und dem Studium des Menschseins gewidmet haben. Ihre Erkenntnisse erschließen sich demjenigen, der sich der Erforschung der Welt und des eigenen Selbst öffnet.

Die Güldenholm Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, neue Orte zu schaffen und vorhandene Orte zu unterstützen, an denen das Selbststudium und das Studium der Erkenntnisse des Menschseins möglich ist. Diese Orte werden auf der Basis des Wissens getragen, welches die Initiatoren der Stiftung einbringen können: die Tradition der Yogawissenschaft und -philosphie, der Erkenntnisreichtum der Anthroposophie und das Gedankengut Erich Fromms.

Ein solcher Ort ist Güldenholm im Norden bei Schleswig, welcher der Stiftung seinen Namen gegeben hat, und das Himalaya Institut in Ahrensburg bei Hamburg. Hier werden Studium und Begegnung gepflegt, sowie Spiritualität in Stille und Meditation erlebt.

»Freiräume für Menschen zu schaffen,
die ihrem Leben Sinn und Tiefe geben wollen,
aber hierfür aufgrund ihrer Lebensverhältnisse
Unterstützung benötigen.«

Die Lebenswege der Menschen sind zu häufig durch die Annehmlichkeiten und Bürden äußerer Umstände bestimmt. Ausbildung und Studium werden dabei alleinig als Mittel zum Zweck betrachtet, eine Grundlage für materiellen Reichtum im Leben zu schaffen.

Einer solchen lediglich am Haben orientierten Auffassung von Ausbildung steht diejenige gegenüber, die das sich Aus-Bilden des Menschen in den Vordergrund stellt. Ausbildung und Studium dienen hierbei der Entwicklung und Vertiefung des Menschseins, der Förderung des Authentischen, Lebendigen und Spirituellen. Menschen, die gewillt sind, sich in diesem Sinne auszubilden, gehen dabei häufig einen unbequemen und mühevollen Weg, da in dem täglichen Existenzkampf hierfür nur wenig Freiräume bestehen.

Die Güldenholm Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen zu unterstützen, die ihrem Leben Sinn und Tiefe durch eine solche Ausbildung geben wollen, hierfür aber aufgrund ihrer Lebensverhältnisse auf Hilfe angewiesen sind.

Was wir bereits leisten

Das Himalaya Institut

Das Himalaya Institut e.V. in Ahrensburg blickt auf 20 Jahre gemeinnütziger Arbeit zurück, die der ganzheitlichen Gesundheit der Menschen gewidmet ist.

Seit Jahrtausenden wird in den Himalayas ein Menschenweisheitswissen erforscht, studiert und gelehrt, welches dem Menschen hilft, seine Bestimmung in diesem Leben zu entdecken und ihr verantwortungsvoll und lebenspraktisch nachzugehen.

Dieses Wissen wird im Himalaya Institut in Kursen und Seminaren zur Verfügung gestellt. So sind in den vergangenen 20 Jahren mehr als 400 Yoga-Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet worden.

Das Lepraprojekt

Über 300 gesunde Kinder leprakranker Eltern haben in einem ausgetrockneten Flussbett im nördlichen Indien eine Krankenstation, Küche und Schule erhalten, wo sie täglich medizinische Versorgung, warme Mahlzeiten und eine Beschulung erhalten.

Die Kinder bekommen dadurch eine Chance in ihrem Leben, durch Ausbildung der sozialen Verelendung zu entgehen und sich in die indische Gesellschaft einzugliedern.

Die Ausbildungsstipendien

Die Güldenholm Stiftung vergibt Ausbildungsstipendien an Menschen, die gewillt sind, ihrem Leben Sinn und Tiefe zu geben. Dabei werden Menschen unterschiedlicher Herkunft, in verschiedenen Lebensphasen und mit unterschiedlichen Ausbildungswegen gleichermaßen unterstützt.

Lebensbilder, die dieser Maßgabe entsprechen, gibt es viele. Da werden einem jungen begabten Mädchen zum Erlernen eines Instruments und einer jungen studierten Musikerin zu ihrer Yogalehrer-Ausbildung Zuschüsse gezahlt, da wird ein Germanistik-Studium eines Polen in Deutschland genauso unterstützt wie das Promotionsstudium eines jungen Deutschen an einer amerikanischen Universität. Diesen Menschen ist die ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Leben und das Streben nach Authentizität und Tiefe in ihrem Leben gemeinsam.

Die Stipendien sind zunächst auf ein Jahr befristet und als Darlehen angelegt, die Aussetzung der Rückzahlung ist möglich. Nach Prüfung des Jahresberichtes kann das Stipendium verlängert werden, darüber befindet der Vorstand. Neben der finanziellen Unterstützung werden den Stipendiaten eine persönliche Begleitung und Beratung während der Ausbildungszeit angeboten.

Die Güldenholm Stiftung ist um einen lebendigen Austausch zwischen der Stiftung, den Stipendiaten und Sponsoren bemüht.
Einmal im Jahr findet ein Stiftungstreffen statt, welches dem gegenseitigen Kennen lernen und Austausch von Erfahrungen dient.

PhD/DBA-Projekt

In einem internationalen Projekt an der Humanistischen Universität in Utrecht, Niederlande verwirklicht die Stipendiatin, Dipl. Psych. Yvonne Bünger, eine qualitative Forschungsstudie zum Thema „Authentische Führung für eine nachhaltige Entwicklung“.

Die theoretische Grundlage der Arbeit bilden aktuelle Studien im Bereich der Führungs- und Managementtheorien, sowie der Organisations-entwicklung. Das grundlegende Konzept der „Authentizität“ wird aus psychologischer (z.B. Humanistische Psychologie) und aus philosophischer Sicht (westliche und östliche Philosophie) betrachtet.

Weiterhin wird anhand von ausführlichen und intensiven Interviews mit Führungspersönlichkeiten aus der ganzen Welt (Mr. Andre van Heemstra, Unilever, 17.06.2005; Dr. Swami Veda Bharati, 09.05.2005; Mr. Atem Ramsundersingh, World Bank, 30.11.2004; Prof. Hong Yuan Lee, Taiwan Int. Institute for Water Education, 17.12.2004; C. Otto Scharmer, MIT Leadership Lab, 26.11.2004; Mrs. B. Maithili, Director of the Rural Development Institute, 11.05.2005; Marieke de Vrij, 15.06.2005; weitere Interviews folgen) das Phänomen der authentischen Führung untersucht und mittels verschiedener methodischer Verfahren wird eine Definition von authentischer Führung abgeleitet. Im Rahmen der Studie wird ebenfalls die Entwicklung von authentischer Führung exploriert, so dass in Zusammenarbeit mit der Human Culture Akademie und der Foundation China-Europe – Dialog and Exchange for sustainable Development ein Führungskräfte Training entwickelt werden kann, dass die Führungskräfte der Zukunft effektiv und nachhaltig ausbildet.

Vom Haben zum Sein

Der Name für diesen jährlich verliehenen Preis ist einem der populärsten Bücher von Erich Fromm entnommen: “Haben oder Sein”.

Der Buchtitel drückt Polaritäten aus, »ein Entweder« – »Oder«, »das Eine oder das Andere.« Vom »Haben zum Sein« beschreibt einen Prozess, eine Entwicklung hin zu etwas Neuem und vielleicht Besserem.

Wir wollen mit diesem Preis den Prozess von Menschen würdigen und mit 2500.– Euro unterstützen, die sich bemühen ihr Leben so zu gestalten, dass es sich vom Haben zum Sein entwickeln kann.

Aber wir wollen auch an das Werk von Erich Fromm erinnern und dazu motivieren, sich mit dem tiefen Humanismus seines Werkes und der Aktualität seines Denkens auseinander zu setzten.

Es müßte eine Gesellschaft sein, in der der Mensch im Mittelpunkt steht und in der alle ökonomischen und politischen Tätigkeiten dem Ziel seines Wachstums untergeordnet sind.

(Erich Fromm, geboren am 23.03.1900,
war Psychoanalytiker, Sozialphilosoph und Humanist)

Mit dem Preis »VOM HABEN ZUM SEIN« soll der Prozess von Menschen gewürdigt und unterstützt werden, die sich die Frage stellen, ob das, was sie tun, und das, was in der Welt geschieht, dem Leben dient und ob es die Eigenkräfte im Menschen stärkt und entwickelt, damit er das in ihm ruhende Potenzial verwirklichen kann.

Unsere Preisträger

Der erste Preisträger 2001: »Dein Theater«

Das Besondere, das es mit diesem Theater auf sich hat, wird schon im Namen deutlich. Ein Name, der nicht wie bei einem Staatstheater Distanz erzeugt, sondern der Nähe herstellt und Vertrautheit schaffen will.

Hier ist ein Theater, zu dem man nicht pilgern muss, sondern das zu den Menschen kommt, wo auch immer sie sind, mit aufbaubarer Bühne und spielenden Menschen. So wird die Freude zu den Menschen gebracht, aber auch die Möglichkeit, in der Spiegelung des Spiels sich selbst besser kennenzulernen.

Der Name »Dein Theater« ist eine Widmung. Eine Widmung an die Menschen, für die gespielt wird, aber auch eine Widmung an die Menschen, die spielen und dieses Theater zu einem Teil ihres Seins gemacht haben.

Denn »Dein Theater” ist wirklich kein gewöhnliches Theater, ist nicht nur Arbeitsplatz, sondern auch für viele Menschen eine umfassende Lebenswirklichkeit.

Jeder, der die 4-jährige Ausbildung beendet hat, ist nicht nur Schauspieler, sondern vielleicht auch Sänger, Tänzer, Dramaturg, Pädagoge, Techniker, Koch, Gärtner, Akquisiteur, Sekretär oder Putzmann/frau und noch vieles andere, aber in jedem Fall auf dem Weg zum Sein und ein Stück weiter in der Kunst des Lebens.

Lebensmut, materielle Bescheidenheit, Solidarität, soziales Engagement, Liebe zur Kunst und Freude an der Arbeit tragen dieses Projekt seit 17 Jahren – und das ohne staatliche Zuschüsse.

Der zweite Preisträger 2002: »Die Gesangsgruppe POETICA«

1989 ist Polen zu einem freien Land geworden. Von den Jugendlichen Polens wird diese Freiheit häufig missverstanden und auf Grund mangelnder Anleitung greifen sie zu Drogen und Alkohol.

Sophie Lawrynowicz hat in dieser Zeit in unermüdlicher Arbeit den Jugendlichen in der polnischen Stadt Stargard, ein konstruktives Angebot für die Gestaltung ihrer Freizeit gemacht. Als Mitarbeiterin des Kulturhauses hat sie einen Jugendchor gegründet und den polnischen Freiheitsdrang, der sich in wunderschönen Liedern ausdrückt, lebendig werden lassen.

Mit ihren Worten: Der Mensch, der nach Freiheit strebt und der Liebe seines Herzens einen Ausdruck verleihen möchte, beginnt zu singen. Und so hilft sie den Jugendlichen, ihre Gefühle zum Klingen zu bringen, in dem sie zeigt, wie sie die in ihnen ruhende Kreativität in der Musik und in der Gemeinschaft zur Entfaltung bringen können.

Diese Jugendlichen strahlen heute ein Selbstbewusstsein und eine Freude aus, wenn sie über die Geschichte ihres Landes singen und mit diesen Liedern Menschen in anderen Ländern erfreuen.

Zukünftige Stifter und Spender

wir sind nur eine kleine Gruppe von Menschen, die sich in einer ganz besonderen Weise begegnet sind, nämlich mit dem Wunsch, die eigene Erfahrung des Menschseins miteinander teilen zu wollen.

Dieser Wunsch entfaltet sich nebeneinander in verschiedenen Formen: In Geld, in Dankbarkeit, in der Wärme eines geöffneten Herzens, in Unsicherheit, in Verstehen und im Unverständnis. Aber dadurch, dass wir diese Energien durch unser Tun zum Fließen bringen, geschieht Veränderung und es kann etwas unerwartet Neues entstehen. Es ist wie das Säen und Pflegen eines Samens, indem bereits die Möglichkeit von 1000 Bäumen und unendlichen Wäldern angelegt ist.

Die Stiftung kann monatlich, jährlich oder einmalig per Überweisung oder Einzugsermächtigung unterstützt werden. Stifter können bis zu 12 Monaten nach Gründung der Stiftung (01.11.2005 – 01.11.2006) bis zu 300.000,00 Euro stiften und diese dann über die folgenden 10 Jahre steuerlich verteilen.

Spender können jedes Jahr max. 20.000,00 Euro steuerlich geltend machen. Die Spender erhalten eine Spendenbescheinigung von uns.

Die Güldenholm Stiftung. ist eine nichtrechtsfähige Stiftung in der Verwaltung der Gemeinnützigen Treuhandstelle Hamburg e.V. und wird von dieser folglich im Rechts- und Geschäftsverkehr vertreten.

Bankverbindung: GLS Gemeinschaftsbank eG|Gem. Treuhandstelle Sonderkonto Güldenholm Nr.: 12 454 802 BLZ: 430 609 67

Wir bedanken uns

Bei allem, was zu tun ist, gehen wir von einer grundlegenden Menschenweisheit aus: Es gibt keine Welterforschung ohne Selbsterforschung, keine Welterkenntnis ohne Selbsterkenntnis, keine Akzeptanz des anderen ohne Selbstakzeptanz. Wenn Du die Welt erkennen und verstehen willst, dann nimm Dir Zeit und Muße und schaue in Dich hinein. Erkenne, dass alles, was sich in der Welt realisiert, im Geiste der Menschen vorgebildet wurde und dass wir uns selbst entdecken und erkennen müssen, wenn wir die Welt, die immer eine Welt unserer Projektionen ist, verstehen wollen. Und es wird nur gelingen, den anderen voll zu akzeptieren mit seinen Stärken und vermeintlichen Schwächen, wenn es uns gelingt, uns selber zu akzeptieren. Wir müssen uns selber kennen lernen und dadurch lernen, unsere Projektionen zurückzunehmen. Es ist, wie Rudolf Steiner sagt:

„Willst du das eigene Wesen erkennen
sieh dich in der Welt nach allen Seiten um,
willst du die Welt wahrhaft durchschauen,
blick in die Tiefen der eigenen Seele."

So können Menschen authentisch werden, können sich zu Menschen entwickeln, die tun, was sie sagen, die sagen, was sie denken und deren Denken getragen wird von der Achtsamkeit der Wahrnehmung und von verstehendem Mitgefühl für den Anderen. Aber wir wissen: Der Weg der Selbsterforschung ist schwierig und braucht Hilfe. Deswegen möchten wir uns bedanken, bei unseren treuen Spendern für Ihre Großmütigkeit, bei unseren Stipendiaten für den Mut, sich trotz aller Schwierigkeiten und Unsicherheiten auf den Weg gemacht zu haben, bei allen die unsere Arbeit mit Ihren guten Gedanken und Ratschlägen begleiten und bei den ehemaligen Stipendiaten, die nun im Rahmen ihrer neuen Möglichkeiten damit beginnen, die gewährten Darlehen zurückzuzahlen und damit den Kreis wieder schließen.

Kommentare von Studenten

»Wenn ich zurückblicke, dann hat mir das vergangene Jahr mehr Ruhe und Gelassenheit gegeben. In mir wohnendes Wissen konnte sich setzen und ausbreiten, Neues ist hinzugekommen und bereichert mein Leben und den Yogakurs, den ich unterrichte. Die Unterstützung der Güldenholm Stiftung und meiner Familie erfüllen mich mit Freude und Liebe und einem lebensbejahenden Gefühl. Oft kann ich diese positive Grundstimmung in meine Umgebung tragen, …«

Kersten W., YLA 14, 08.05.2002

---

»Um einen kleinen Einblick in meine derzeitige Lebenssituation zu geben, möchte ich in ein paar Sätzen meine Arbeit kurz beschreiben, wie ich dazu kam und was ich daraus entstehen lassen möchte. Als Älteste von vier Geschwistern wurde mir, gemeinsam mit ihnen in früher Kindheit eine musikalische Ausbildung ermöglicht. Der aufmerksamen Anteilnahme und behutsamen Unterstützung meiner Eltern ist es zu verdanken, dass während unserer Schulzeit ein kammermusikalisches Geschwisterensemble unter professioneller Anleitung entstand, mit dem wir mehrere Bundespreise im Wettbewerb „Jugend musiziert“ errangen, u.a. 1. Bundespreis im Jahre 1993. Die Begeisterung und Faszination dieses gemeinsamen Musizierens bewogen mich dazu, mich nach dem Abitur für ein Violinstudium in Berlin zu bewerben. Ich wurde dort aufgenommen und schloss mein Hochschulstudium im Jahr 2000 ab.

Der Alltag als Musikstudentin und der daraufhin beginnende Berufsalltag als Orchestermusikerin (in befristeter Anstellung) zeigte sich jedoch bald auch noch von einer anderen, unerwartet rauheren Seite: der Konkurrenzkampf im Vorspielen für eine Orchesterstelle und die einseitige körperliche und mentale Beanspruchung als Instrumentalistin in der Proben – und Aufführungsroutine. Im Yoga sehe ich eine Möglichkeit, diesen Belastungen kompensierend entgegenzuwirken. Durch die Hatha Yoga Übungen und eine spirituelle Schulung möchte ich der Einseitigkeit des Berufsmusikeralltags etwas zur Seite stellen können, welches die künstlerische Tätigkeit ausgleichend unterstützt und bereichert. Diese Erfahrungen zu schulen und sie in viele Richtungen weiterzugeben, ist das Bestreben meiner Ausbildung am Himalaya Institut, welches mir durch ein großzügiges Stipendium der Güldenholm-Stiftung gewährt wird. Darüber hinaus ermöglicht mir die Unterstützung durch die Güldenholm- Stiftung, mich neben der Ausbildung zur Yogalehrerin mit ungeteilter Konzentration auf die musikalisch sowie mental anspruchsvollen Probespiele für eine feste Stelle im Orchester vorbereiten zu können – ein Unterfangen, welches neben Ausdauer und Geduld vor allem große Kontinuität und Konzentration in der Arbeit mit dem Instrument und den musikalischen Werken erfordert. Dafür übe ich zur Zeit den ganzen Tag. Ich bin der Güldenholm- Stiftung für ihre vertrauensvolle und großzügige Unterstützung aufrichtig dankbar und freue mich auf die Zeit, wenn ich musikalisch und als Yogalehrerin mein Engagement weitergeben kann.«

Natascha S., 22.05.2002

---

»Mit der abstrakten Malerei schufen wir uns eine bessere Möglichkeit, das Unanschauliche, Unverständliche anzugehen, weil sie in direktester Anschaulichkeit, also mit allen Mitteln der Kunst nichts schildert. Diese Wirklichkeit in der Kunst selbst ist höchste Form der Hoffnung.«

Gerhard Richter

---

»… ein ganzes Jahr lang genoß ich die Unterstützung der Güldenholm Stiftung und es war ein gutes Jahr. Mit diesem Schreiben möchte ich meiner Dankbarkeit Ausdruck verleihen. Ihre Zuwendungen gaben mir die Möglichkeit, mich unbeschwerter den Tätigkeiten zuzuwenden, die mein Lebensinhalt sind und mit denen ich in der Welt wirken möchte. Ich denke, das vergangene Jahr war für mich ein entscheidendes Jahr. Ich habe Zugang gefunden zu einem eigenen Ausdruck in der Malerei. Es ist wie ein großes Feld, das beackert werden möchte. Ich habe damit begonnen, und es erfüllt mich mit Freude. Vielleicht gelingt es mir, mit wenigen Sätzen anschaulich zu machen, wie ich arbeite. Das vorangestellte Zitat von Gerhard Richter weist schon darauf hin, daß die gegenstandslose Bildkomposition mein Ausdruck ist. Die zerkratzte, geschundene, aufgeriebene Fläche weist auf ein Arbeiten der Zeit hin. Kratz- und Schleifspuren auf Schubkarren, Müllwägen, Straßenwalzen, Containern, die stete Wiederholung und Rhythmus verraten, bewegen mich zutiefst. In ihrer ihnen eigenen Schönheit lese ich, daß aller stetiger Wandel einer großen, klaren Stille unterliegt. So arbeite ich über die Struktur und die Großform. Bewegung und Kraft sind mein Thema. Der Vitalität des Zufalls versuche ich Raum zu geben. Eine Bildfläche wird so lange übermalt, lasiert, aufgekratzt, bis eine eigene Bilddynamik entsteht. Anschließend folge ich der Sprache des Bildes, bis es mir als eigenständige Wirklichkeit gegenübersteht. Gehorche ich nicht der Bildsprache, sondern drücke ich dem Bild meinen eigenen Willen auf -der einem Vorurteil entspringt -verderbe ich es damit, und der Prozeß des Bildaufbaues muß von neuem begonnen werden. Infolgedessen erlangen einige Arbeiten buchstäblich ein beachtliches Gewicht, doch der Irrtum gehört nun einmal zum Leben. Der Schmerz, der in der Erstarrung und dem Irrtum liegt, will überwunden werden. Und wenn es mir gelingt, einen freiheitlichen Gedanken zur Entfaltung zu bringen, erfüllt es mich mit großer Freude.«

Claudia E., April 2003

---

»Ohne euer Stipendium ist die Yogalehrerausbildung für mich nicht finanzierbar. Ich arbeite morgens für eine Wach- und Sicherheitsfirma und unterrichte 6× in der Woche Yoga… Die Idee einen Raum zu schaffen der erst einmal von wirtschaftlichen Überlegungen frei ist und es so möglich macht Aufmerksamkeit auf die inneren Prozesse im Menschen zu richten, halte ich gerade zu für revolutionär. Gerade in einer Zeit die hauptsächlich durch Nummern, Prozente und Kriege bestimmt zu sein scheit… Und noch einen ganz einfache Auswirkung der YLA ist, das meine beiden Eltern sich von mir unterrichten lassen. Das macht mich sehr glücklich, weil ich so etwas an sie zurückgeben kann.«

Gabriel F., 13.5.04

---

»Ein Stipendium dafür zu erhalten, dass ich mich weiterentwickeln darf, bewusster werde um andere Menschen noch besser begleiten und unterstützen zu können, ist für mich ein wahres Geschenk. Irgendwie habe ich nicht wirklich daran geglaubt, dass das klappen könnte. Als dann Ihr Anruf mit der Bestätigung kam, war ich doch überrascht. Ich brauchte einige Wochen um das wirklich begreifen. Der Weg des Yoga und der Spiritualität ist mein Weg, das ist mir noch einmal ganz klar geworden.«

Susanne T., 17.06.2004

---

»Mit Ihrem Beitrag war es mir möglich, meinen Neubeginn nach der Trennung von meinem Mann umsetzten und gleichzeitig die Yoga Ausbildung starten zu können.«

»Immer wieder beschäftigt mich die Frage, ob das, was ich tue auch wesentlich ist Häufig kann ich wahrscheinlich noch nicht erkennen, was wesentlich ist, eher beobachte ich, wie oft ich zu Ablenkungen greife und mich auf Nebenschauplätzen bewege und damit viel Energie und auch Lebenszeit vergeude. So vollziehe ich fast täglich mit wachsender Freude viele kleine Übungen der Achtsamkeit und Wachsamkeit.«

Heike B., 18.02.2005

---

»Eure liebevolle Unterstützung hat es mir erlaubt eine, wie ich denke, wertvolle Arbeit zum Thema „Authentizität“ zu beginnen. Ich habe in dem vergangenen Jahr viele interessante Begegnungen im In- und Ausland gehabt und bin besonders dankbar für die Möglichkeit an einem internationalen PhD-Workshop teilnehmen zu können. Ich hoffe, dass dieses Projekt auch Eure Leitmotive widerspiegeln wird und dazu beiträgt einen Schritt vom Haben zum Sein zu unternehmen, Menschenweisheitsgut aus verschiedenen Strömungen integriert und Menschen (Führungskräften) dabei hilft durch Selbsterkenntnis nicht nur mehr Sinn, Tiefe und Freude in ihr Leben zu bringen, sondern auch hinaus in die Welt zu tragen. Durch die enorme Macht, die sich heute in der Wirtschaft zentriert, ist es auch erforderlich dort bei den Menschen anzusetzen und ihnen zu helfen eine nachhaltige Entwicklung zu initiieren. Ich hoffe, unser gemeinsames Projekt kann einen inspirierenden Beitrag leisten – herzlichen Dank für Euren Beistand!«

Yvonne B., 07.07.2005

Die Stiftung

Die Stiftung soll lebendig werden und nicht nur ein Umschlagplatz für Geld sein. Deshalb wollen wir nach Möglichkeit einen kreativen Austausch zwischen Spendern und Bedachten fördern, wollen erreichen, dass sich Lebenswelten berühren und befruchten, die sonst nie zusammenkommen würden.

Bisher ist alles erst ein Anfang. Ob es nur ein Anfang bleibt, hängt von uns allen ab. Je mehr wir uns überwinden können, unseren materiellen Reichtum fruchtbar zu machen und neue, lebendige Kontakte zu knüpfen, desto eher können sich Visionen einer menschenwürdigen Zukunft gestalten. Überwindung ist von uns allen immer wieder gefordert, im Außen, vor allem aber auch im Innern.

In diesem Sinne sei mit einem Wort Goethes in hoffnungsvoller Zuversicht geschlossen:

Von der Gewalt, die alle Wesen bindet,
befreit der Mensch sich, der sich überwindet.

Wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Freude und Ihrer materiellen Unterstützung beleben wollen, würden wir uns sehr darüber freuen.

Unterschriften


info@gueldenholm-stiftung.de